Unsere Besten

Auszeichnung für Aleksandra Petrova aus Pleven

Aleksandara Petrova, Schülerin der 8. Klasse aus dem Sprachgymnasium in Pleven belegte den 2.Platz im nationalen Wettbewerb “Bulgarien liest laut”. Den vollständigen Artikel bei BG Sever können Sie hier lesen.

 

 

 

Wettbewerb “Ich und die deutsche Sprache”

 

Урок по немски език при г-жа Босилкова, СУ ” В. Кънчов”, Враца – Deutschstunde bei Fr. Bosilkova, Vratsa

 

Ein Jahr der Titel und Auszeichnungen

Für unsere Kollegin Asya Kuleva (Deutschlehrerin am PMG „Baba Tonka“ – Ruse) war 2016 besonders erfogreich. Im Mai wurde ihr der Titel ’Lehrer des Jahres’ im gleichnamigen Nationalen Wettbewerb verliehen. Damit wurde ihre langjährige Arbeit auf dem Gebiet  der Erziehung, der außerschulischen Tätigkeiten und der psychologischen Unterstützung der Schüler anerkannt.

asya_kuleva_auszeichnung

 Mit Diyan Stamatov bei der Zeremonie

In diesem Jahr bekam sie auch die Ehrenauszeichnung des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft „Neofit Rilski“ für langjährige, hochberufliche Gesamttätigkeit  im Bereich der bulgarischen Bildung.

Asya Kuleva hat auch den ersten Preis im 9. Wettbewerb  für Spezialisten, die außerschulische Tätigkeiten entwickeln, für ihren schriftlichen Beitrag „Über die gewaschenen Kartoffeln oder Wie könnten wir die sozialen Kompetenzen und die soziale Intelligenz der Schüler entwickeln“ erworben. Der Wettbewerb war unter dem Schirm des Internationalen Festivalprogram “Freunde von Bulgarien”, des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft, des Nationalen Kinderpalastes und des Zentrums für Fortbildung und Qualifikation – Sofia.

Theater und Spiel im Unterricht – Asya Kuleva

Asya Kuleva BNT

Link zur Seite von BNT (Bulgarisches Nationales Fernsehen) in Bulgarisch:

  • http://bnt.bg/bnt2-regionalni/bnt2-ruse/uchitelka-ot-ruse-prepodava-s-inovativni-igri-nemski-ezik

 

Staatliche Auszeichnung für die Kollegin Zhulieta Bosilkova

Zhulieta Bosilkova

 

 

 

 

Bulgarische Gewinnerin am Wettbewerb “Was bedeutet ein vereintes Europa für Dich?”

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein   (von Asya Kuleva, Mathematisches Gymnasium „Baba Tonka“ – Ruse)

Bild 1 Unsere Besten November 2015Die Schülerin Ana-Maria Bogdanova und die Deutschlehrerin Asya Kuleva als Berater (Mathematisches Gymnasium  Baba Tonka“- Ruse)  waren vom 12. bis zum 14. November 2015 in Brüssel. Ana-Maria vertrat unser Land, nachdem eine nationale Jury ihren Film als Gewinner-Video gewählt hatte. Der Wettbewerb “Was bedeutet ein vereintes Europa für Dich?” wurde von der  Generaldirektion der Europäischen Kommission, die für EU-Erweiterung zuständig ist, angekündigt, und es wurden junge Menschen zwischen 13 und 15 Jahren, die aus einem EU-Mitgliedstaat, aus einem offiziellen EU-Beitrittsland oder aus einem potenziellen Beitrittsland in Südosteuropa stammen, dazu eingeladen, am Videowettbewerb teilzunehmen.

Die Teilnehmer mussten ihre  Auffassung von einem vereinten Europa in einem 1-minütigen Video schildern. Eine echte Herausforderung! Wir haben lange hin und her überlegt. Die Idee kam nach einem langen Nachsinnen über das tägliche Brot und das geistige Brot. Welches ist wichtiger? Könnte man nur mit dem täglichen Brot leben oder man braucht auch das geistige? „Man lebt nicht, um (nur) zu leben“, sagt Ernst Bloch. Und wir sind auf den Gedanken gekommen, Europa als ein wohlriechendes, mit viel Liebe gebackenes Brot  darzustellen.Bild 2 Unsere Besten November 2015

Das Video hat die Herzen („Man sieht nur mit den Augen des Herzens gut“, sagt Saint – Exupéry) und die Sinne der Jury gewonnen und wir wurden zu einer Reise nach Brüssel eingeladen, auf der wir die Gelegenheit hatten, die Stadt zu erkunden, EU-Einrichtungen zu besuchen und andere Jugendliche und ihre Lehrer  aus ganz Europa kennenzulernen.

Hier ist das Video:  http://vbox7.com/play:aebcfbc808

Eine Reportage  über Ana-Maria (29.10.2015г.) unter: http://vbox7.com/play:f8bb488505

Gewinnerin der Berlinale-Tasche

Denitsa Avdzhieva aus Bulgarien hat das heiß begehrte Berlinale-Souvenir gewonnen: die Tragetasche mit dem diesjährigen Berlinale Logo. Herzlichen Glückwunsch! Das Hin & weg-Team bedankt sich bei allen Teilnehmern!

berlinale-tasche

Gesehen bei DW World: hier klicken

 

 

 

Ein Buch von Asya Kuleva

Asya Kuleva FotoIm Verlag “Janet 45” ist der Roman von Asya Kuleva erschienen. Eine Kurzpräsentation können Sie hier lesen (Word-Datei, 351 kB).

Die Kollegin Asya Kuleva ist geboren in der Stadt Ruse, hat Bulgarische Philologie und Germanistik an der VTU “Heilige Kyrill und Method” absolviert. Sie unterrichtet Deutsch am Mathematischen Gymnasium “Baba Tonka” und an der Universität “Angel Kanchev” in Ruse. Asya hat zahlreiche Veröfftlichungen im Bereich der Methodik des Deutschen als Fremdsprache, ist Autorin von literarisch-kritischen Artikeln über das Werk von J. W. von Goethe, M. Bulgakov, E. Stanev u.a. Sie schreibt auch Prosa. Ihr Roman “Marzipan-Pantoffel” ist Ihr Debüt.

Das Video über “Marzipan-Pantoffel” ist unter http://vbox7.com/ verfügbar.

 

Klub für Deutsch bei der Amerikanischen Universität in Blagoevgrad

(aus dem Blog von Fr. Vojnova http://rumjana.wordpress.com in bulgarischer Sprache)

dank der aktiven organisatorischen Aktivität von Fr. Rumjana Vojnova

d0b7d0b0d0bbd0b0d182d0b0

d0bad0bed0bad182d0b5d0b9d0bb

 

und ein Lehrbuch über die Landeskunde von Fürstentum Liechtenstein

d0bbd0b8d185d182d0b5d0bdd189d0b0d0b9d0bd

laut Zeitschrift Uchitelsko delo (Bulgarien):

“… da 90 Prozent vom Lehrstoff am besten durch Handlungen beibehalten wird, überenhmen die Schüler die Rolle eines Reiseleiter und “führen” ihre Gäste durch die Sehenswürdigkeiten des Landes. In die Rolle von historischen Persönlichkeiten können sie von den “eigenen” Verdiensten erzählen und die entsprechenden Sammlungen präsentieren. Anhand der geografischen Karte ahben die Schüler die Möglichkeit, den Unterricht mit Plänen und Zeichnungen zu veranschaulichen.”

Das Lehrbuch ist verfügbar in vielen schulischen Bibliotheken in Bulgarien.

 

  Max Frisch in Ruse

Der aktuelle Beitrag kommt von Fr. Asya Kuleva aus Ruse:

“Max Frisch auf Deutsch? Auf der bulgarischen Bühne? Von einer Schülertheatertruppe gespielt? Nein, wir spinnen nicht, wir spielen. Und haben einen glänzenden Erfolg geerntet.

Die Schülertheatertruppe “MAGIM” am Mathematischen Gymnasium “Baba Tonka” – Ruse hat eine lange Geschichte, die fast gleich mit der Geschichte des Gymnasiums beginnt. 2010 feierten wir unseren 90. Geburtstag. Und 2011 war für  uns voll Freude (und Arbeit) und Erfolg. Im MAX FRISCH SCHULTHEATER-WETTBEWERB haben wir den 2. Platz erworben!

Im Februar 2011 fand ich im Internet ganz zufällig die Annonce  über den Wettbewerb: „Der Suhrkamp Verlag, das Berliner Ensemble und der Bund Deutscher Amateurtheater suchen die beste deutschsprachige Jugend-Amateuraufführung eines Theaterstücks von Max Frisch im Jahr 2011! Einzige Bedingung: Die Aufführungen müssen im Laufe des Max-Frisch-Jahres 2011 bis spätestens 30.09.2011 stattfinden.” Die Aufzeichnungen der Aufführungen müssen auch Ende September zur Verfügung der Jury stehen.

Am 20. September fand unsere Premiere statt. Der Saal platzte vor Zuschauern – Eltern, Schüler, Freunde, die Öffentlichkeit von Ruse, Journalisten… Das Interesse war groß – eine Aufführung in einer fremden Sprache, mit der Epoche entsprechenden Kostümen und Tänzen, die 90 Minuten dauert und noch dazu von einer Schülertheatertruppe vorbereitet – das kann man nicht jeden Tag sehen.  Trotz des riesengroßen Rampenfiebers traten wir gestiefelt und gespornt auf und  haben es geschafft. Triumph pur. Wir haben die Feuerprobe bestanden. Wir waren im siebten Himmel.
Ich habe fast gleich das Video und die notwendigen Formulare, Broschüren u.ä. geschickt und nun begann die Zeit des gespannten Wartens. Inzwischen hat das neue Schuljahr begonnen und wir tauchten in den Alltag. Auf einen Preis hofften wir nicht. Viel wertvoller und süßer war das Gefühl der Zufriedenheit und des Stolzes nach dem guten Werk.”

Den ganzen Text mit interessanten Details uns weiteren Bildern fnden Sie hier (Word-Datei, 694 kB)

Ein Video bei Youtube: hier klicken

NICHTS   IST   UNMÖGLICH
Max Frisch auf Deutsch? Auf der bulgarischen Bühne? Von einer Schülertheatertruppe gespielt? Nein, wir spinnen nicht, wir spielen. Und haben einen glänzenden Erfolg geerntet 
Asya KULEVA                                                         Mathematisches  Gymnasium
„Baba Tonka” – Ruse
Die Schülertheatertruppe “MAGIM” am Mathematischen Gymnasium “Baba Tonka” – Ruse hat eine lange Geschichte, die fast gleich mit der Geschichte des Gymnasiums beginnt. 2010 feierten wir unseren 90. Geburtstag. Und 2011 war für  uns voll Freude (und Arbeit) und Erfolg. Im MAX FRISCH SCHULTHEATER-WETTBEWERB haben wir den 2. Platz erworben!
Vorgeschichte mit Grubeln
oder „Denk es, o Seele“
Im Februar 2011 fand ich im Internet ganz zufällig die Annonce  über den Wettbewerb: „Der Suhrkamp Verlag, das Berliner Ensemble und der Bund Deutscher Amateurtheater suchen die beste deutschsprachige Jugend-Amateuraufführung eines Theaterstücks von Max Frisch im Jahr 2011! Einzige Bedingung: Die Aufführungen müssen im Laufe des Max-Frisch-Jahres 2011 bis spätestens 30.09.2011 stattfinden.” Die Aufzeichnungen der Aufführungen müssen auch Ende September zur Verfügung der Jury stehen.
Meine Neugierde wurde  erweckt. Eine Herausforderung pur, dachte ich. Und warum denn nicht? Ich bin Deutschlehrerin seit… hm, sagen wir seit einer gewissen Zeit, und seit 15 Jahren auch SpielLeiterin der Schülertheatertruppe. Mein Lieblingsstück von Max Frisch ist „Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie“. Vor einigen Jahren haben wir es auf Bulgarisch inszeniert. Und jetzt auf Deutsch? Na ja, nicht leicht, aber auch nicht unmöglich. Ich entschloss mich, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen. Aber musste noch etwas im voraus klären. In der Annonce stand es, dass Amateurtuppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeladen sind. Und die anderen? Die aus dem nichtdeutschsprachgen Raum? Gleich habe ich geimailt und meine Fragen gestellt. Kurz danach kam die positive Antwort. Ich atmete erleichtert und es ging los.
Sachgeschichte Schritt um Schritt
oder „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht.”
1.Schritt „Enthusiasmus ist das schönste Wort der Erde” : Die Idee mit dem Schuldirektor besprechen. Ich bin ein echter Glückspilz, denn unser Chef Mitko Kuntschev ist offen zum Neuen und immer up to date.  In dem Fall stand er auf meiner Seite, der Schulvorstand auch. Die Arbeit mit einem authentischen Text auf Deutsch von einem berühmten Schriftsteller stellt eine starke Motivation zum Spracherlernen dar. Eine Aufführung in einer fremden Sprache wurde bisher in Ruse nicht präsentiert. So haben wir auch die Gemeinde auf unsere Seite gewonnen. Die Ampel leuchtete grün, ich riss mich am Riemen und ging weiter.
2.Schritt „Niemand ist eine Insel“ : Nun kommt die Teambildung an die Reihe. Hier muss ich vielleicht zwei Faktoren erwähnen: Im Gymnasium wird Deutsch nur als zweite Fremdsprache (2 Stunden in der Woche) gelernt. Zweitens, um eine gelungene Inszenierung zu machen, müssen wir in den Sommerferien
TT „MAGIM“ – „Gruppenbild mit Dame“
hart arbeiten, denn ohne Fleiß kein Preis, sagt der Volksmund. Ob ich begeisterte Leute finde, die auch in den Ferien beschäftigt  werden möchten? Und wenn jemand in der Mitte des Wegs die Nase voll hat und aufgibt? Wo finde ich einen anderen für seine Rolle? Ob die Eltern mit dem Engagement der Kinder einvestanden werden? Viele Fragen, die ihre Antwort bald fanden. Meine Befürchtungen und Ängste waren vergeblich. Die Nachricht über das Projekt verbreitete sich wie Lauffeuer und Gleichgesinnte tauchten gleich auf. Ihre Eltern hatten nichts dagegen. Ganz im Gegenteil, sie waren begeistert (und erleichtert), dass die Kinder die Ferien sinnvoll und interessant verbringen.3.Schritt „Und noch einmal mit Gefühl!” : Proben und noch proben. Das Schuljahr war inzwischen vorbei. Ich habe das Stück  leicht gekürzt, die Rollen verteilt und jeder Schauspieler bekam seinen Text. Zuerst mussten wir uns mit den Figuren und den szenischen Verhältnissen und Beziehungen auseinandersetzen. Ich hatte vor, dass unsere Inszenierung korrekt dem authentischen Text und den Erläuterungen des Autors folgt. Sie muss den Zuschauer in theatralisches Sevilla in die „Zeit guter Kostüme“ (M. Frisch) hineinziehen. In der Inszenierung wird anhand der Kostüme, der Musik, der Tänze u.ä. Spanien im 17. Jh. wieder ins Leben gerufen. Die Schüler mussten inzwischen vieles lesen, d.h. nicht nur das Stück und die anderen Werke von Frisch, sondern auch über die Epoche, über Spanien, Sitten, Tänze, Fächersprache u.ä.
„Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie“ (1952) ist die einzige Komödie von Max Frisch. Sie stellt eine Parodie vom Don-Juan-Mythos und gleichzeitig eine glänzende Satire auf den klassischen Latin Lover dar. Der legendäre Herzensbrecher und Gattenerstecher mit 1003 Liebschaften in seiner Rechnung hat eigentlich Angst vor den Frauen. Frisch’s Don Juan ist leidenschaftlich, ohne die Leidenschaft zu fühlen. Er ist freundlich, ohne die Freundschaft zu kennen. Er liebt nicht, er liebelt. Er versucht, die Rationalität über das Gefühl zu stellen, und er setzt alles auf die Geometrie. Ihr gehöre er mit Leib und Seele. Ins Spiel gezogen verspielt er in den Jahren seine Ziele. „Ich sehe dein Leben: voll Weib, Juan, und ohne Geometrie“, sagt zu ihm Miranda. Im letzten Akt kommt Juan endlich zum Showdown. Aber ist er Sieger? Er hat endlich seine Geometrie. Aber ist er zufrieden? Vom Verloser ist er Verlierer geworden. Er ist von einer seiner Passionen in einem „Gefängnis mit vierundvierzig Zimmern“ gesperrt und bald wird auch noch Vater. Seine Pfauenpracht ist schon wie ein abgenutzter spanischer Fächer verblasst.Don Juan in Hauspantoffeln – komisch, nicht wahr?
Meine Aufgabe als Regisseur war nicht leicht. Mir wurde eins noch am Anfang klar: Das Hauptprinzip, das den Bühnenraum organisiert, muss auf der Dihotomie beruhen – Personen, Gegenstände, Ideen und Symbole paaren sich und bleiben zusammen. Außer Don Juan. Im Bereich der Symbolen bildet dieses Prinzip Paare, wie Mensch – Pfau, Pfau – Fächer u.ä., deren Elemente miteinander vertauschbar sind. In diesem Zusammenhang wichtig für die Inszenierung sind das Symbol der Pfauenpracht und die Fächersprache.
Der Juli und der August bleiben unvergesslich. Das war Zeit nicht nur harter Arbeit auf  Deutsch sondern auch viel Lachen, Freude und Spaß. Na ja, ab und zu waren wir auch hundemüde, manchmal nervös und besorgt, ob wir es schaffen. Die Zeit ist zu knapp, so schnell schießen die Preußen nicht, grubelte ich in den langen schlaflosen Nächten. Aber am Morgen sah alles anders aus. Ich wusste, ich darf die Flinte ins Korn nicht werfen, und wir machten weiter.

 

Blue Taste Theme created by Jabox